Soziale Bildung e.V.
- Wann: Donnerstag, 02.07.2009, 20:00 Uhr Beginn, ab 19:30 Volksküche
- Ort: Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, Studio HDF
- Filmabend
Stirbt die Arbeiterklasse aus? Verschwindet körperliche Arbeit oder
wird sie nur unsichtbarer. Wo ist sie im 21. Jahrhundert noch zu
finden? Der Film folgt den Spuren von Menschen in illegalen Minen der Ukraine, sieht sich unter den Schwefelarbeitern
in Indonesien um, bewegt sich unter Metallarbeitern, die ein altes Tankschiff in Pakistan
zerschneiden ...
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Soziale Bildung e.V. hat seinen Sitz und Wirkungsschwerpunkt in Rostock und ist Träger mehrerer Projekte im Bereich der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Interkulturelle Bildung, Globalisierung, Gentechnik, Erinnerungspolitik, Rechtsextremismus, Freie Kooperation. Unter dem Titel "Demokratiestärkende Bildungsarbeit im ländlichen Raum" läuft seit Herbst 2007 ein landesweites Modellprojekt des Trägers.
Im Herbst 2008 wurde Soziale Bildung e.V. Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in den Rostocker Stadtteilen Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV), Stadtmitte und Brinkmannsdorf.
Außerdem werden durch SoBi Studienfahrten, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen, Filmabende und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen organisiert und das alternative Stadtmagazin "Fußnote" herausgegeben. Der Verein hat u. a. das Ziel Selbstorganisationsansätze zu
unterstützen und begreift sich selbst als Ermöglichungsstruktur mit
Beteiligungscharakter.
Seit Anfang 2009 finden viele unserer Veranstaltungen finden im Peter-Weiss-Haus (ehemaliges HDF) statt. Ende Mai haben wir auch den Büroraum des Bildungsträgers aus der FRIEDA 23 in das Peter-Weiss-Haus in der Doberaner Straße 21 verlegt.
Wir freuen uns über Feedback und wünschen euch viel Spaß mit der Webseite!
Euer SoBi Team |
"Es wird gelesen was auf den Tisch kommt!"
Die sechste *fußnote ist raus!
Hier gibt es die Online-Ausgabe zum runterladen und weiterverteilen (pdf 5MB). |
Politischer Donnerstag - Lesung: "Der letzte linke Student"
Das Buch " Der letzte linke Student" des Autors Jörg Sundermeier
erschien schon 2004 - weiterführende Erlebnisse des linksanalytischen,
eitlen, naiven und aktionistischen Studenten werden in der
gleichnamigen Kolummne wöchentlich in der Zeitschrift "Jungle Wolrld"
veröffentlicht und geniessen inzwischen Kultstatus. Die Figur zeichnet
sich durch eine herrlich überspitzte Mischung aus Rigorismus, Wahnwitz
und Dummheit aus. In dem Denken und Handeln des Protaganisten werden
Trugschlüsse, Abstrusitäten, Fehlleistungen und Dogmatismen der linken
Bewegung mit Ironie und Biss uns plastisch vor Augen geführt. Die Texte
vermitteln keine Botschaft im eigentlichen Sinn, sondern fordern von
jedem/r eine eigene Analyse und ein eigenes Urteil.
Insofern
bietet das Buch Aufklärung im besten Sinne, weil es Denkfehler in der
"linksradikalen Szene" aufzeigt und zum Entschlüsseln dieser anregt.
Und manchmal auch zum Schmunzeln ....
Rezensionen
Jens Balzer schrieb in der Berliner Zeitung: „Die Sundermeier'schen Kolumnen vom »letzten linken Studenten«, die in
den letzten Jahren vor allem in der Jungle World erschienen sind und
vom Alibri-Verlag jetzt in gesammelter Form herausgegeben werden, sind
gefühlvolle Betrachtungen aus dem Innenleben eines frei erfundenen
jungen Manns, der den marxistisch-leninistischen Materialismus trotz
widriger Zeitumstände nicht aufgeben will und sich darum immer wieder
in bohrende Selbstbefragungen verstrickt: Darf man Popmusik mögen und
sich zugleich als Linker fühlen? Darf man als linker Student sein
WG-Zimmer heute noch mit einer Lenin-Büste staffieren – oder entspricht
man damit nicht einem massenmedial entfremdeten bürgerlichen Klischee?“
Linus Volkmann schrieb in der Intro: „Sundermeier demontiert zwar über die Grenze der Selbstverletzung
hinaus das eigene Milieu, aber nur, um versteinerte linke
Ex-Interims-Lebenswelten auszuräuchern. Eine wahre Meisterschaft
erfüllt Sundermeier dabei im Stil. Statt Schachtelhalmsätze: Imperativ
und knappe Aussagesätze. Knisternde Minimal-Ästhetik der Worte wie
einst der Sound auf Köln-Kompakt-Platten. Beispiel? »Der letzte linke
Student weiß, wo sich heute ein paar Nazis versammeln. ›Da gehen wir
stören‹, sagt er zu dem, der sich noch immer Kommunist nennt. Aber der,
der!: der sagt, er will lieber Bier trinken gehen.« Ein ganz starkes
Stück Episodenherrlichkeit.“ Lebenslauf Jörg Sundermeier Geboren 1970 in Verl bei Gütersloh. Lebt seit 1996 in Berlin. Seit 1992 freie Mitarbeit u.a. bei Jungle World, taz, Intro, Freitag, De:Bug, fluter.de, Berliner Zeitung Seit 1998 Kolumnist der Tageszeitung taz, seit 2006 Kolumnist der Berliner Zeitung. 1995 Mitbegründer des Verbrecher Verlags, Berlin, dort heute
Programmleiter und Herausgeber und Mitherausgeber diverser Anthologien Seit 1992 diverse literarische Beiträge und Aufsätze in Anthologien.
Zuletzt: „Was wir uns erlauben“ in Gunther Nickel (Hrsg.): „Krise des
Lektorats?“, Wallstein Verlag, Göttingen 2006 2004 erschien die Kolumnensammlung „Der letzte linke Student“ im Alibri Verlag, Aschaffenburg. (155
Seiten, kartoniert, 13 €, ISBN 3-932710-85-1) |
Politischer Donnerstag: Gewalt gegen Frauen – Ein totgeschwiegenes Problem in der Mitte der Gesellschaft
- Wann: Do 16. Juli 2009, Beginn 20:00, ab 19:30 Uhr Volksküche
- Wo: Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, Rostock - im Studio HDF (großer Saal)
- Filmabend mit anschließender Diskussion und Fotoausstellung
Sich auf seine universellen Menschenrechte berufen zu können, ist nicht überall eine Selbstverständlichkeit. Im letzten Jahr feierte die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ihren 60. Geburtstag. Ihr Wert wird erst deutlich, wenn wir uns denen widmen, die keine Chance haben, sich ohne Weiteres auf sie zu berufen.
Am 16.07.2009 veranstaltet die Amnesty Hochschulgruppe Rostock deshalb gemeinsam mit dem Peter-Weiss-Haus einen Filmabend zum Thema „Gewalt gegen Frauen“. Umrahmt durch eine Fotoausstellung wird der Dokumentarfilm „Verstümmelt, geschlagen, missbraucht – Frauen in einer rücksichtslosen Welt“ aus verschiedenen Perspektiven für das Problem sensibilisieren. In einer tiefgehenden Diskussion kann anschließend jeder seine Eindrücke verarbeiten.
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Politischer Donnerstag: Vortrag und Diskussion zum Bombodrom
- 09.07.2009 um 19.30 Vokü und 20.00 Veranstaltungsbeginn
- im Peter-Weiss-Haus, ehemaliges HDF, Doberaner Str. 21
- Eintritt frei!

144 Quadratkilometer Heide im Norden Brandenburgs, an der Grenze zu
Mecklenburg: Dort will die deutsche Luftwaffe seit mehr als 15 Jahren
den größten kontinentalen Luftkrieg- und Bombenübungsplatz in Europa
eröffnen. Die Eurofighter aus Rostock-Laage üben schon seit Jahren den
Trockenanflug. Von Anfang an gab es Proteste und Widerstand.
Verschiedene Bürgerinitiativen und Gruppen, darunter auch der "Freie
Himmel", die Bürgerinitiative der mecklenburgischen Anlieger, wehren sich. Sie alle
und die überregionalen jährlichen Sommeraktionstage am und auf dem
Platz sind zunehmendend erfolgreich: Im Vorwahlkampf sieht es derzeit
nach einer baldigen Einstellung der Planungen aus. Aber wir trauen
diesem Frieden nicht ganz...
Was kommt da seit Jahren alles zusammen in der bunten Protest- und
Widerstandsszene? Wie ist der Stand der Dinge im Streit ums Bombodrom?
Welchen Charakter wird das Camp während der Sommeraktionstage haben und
was haben wir vor? Wie können wir für diesen Bombenabwurfplatz zum
Sargnagel werden? In etwa entlang dieser Fragen wollen wir Euch
berichten, mit Euch diskutieren und Euch einladen zu den hoffentlich
letzten Sommeraktionstagen gegen das geplante Bombodrom. |
Ausstelllung "Ilja Ehrenburg und die Deutschen"
- Ort: Peter Weiss Haus, Doberaner Str. 21, Kulturkaffee - Alte Küche
- Zeit: vom 08. Mai 2009 bis zum 28. Juni 2009, verlängert bis zum 10.07.2009
Am Tag der Befreiung vom Faschismus, dem 08. Mai, wird im ehemaligen
Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft (HDF) eine Ausstellung über
den umstrittenen und bis heute verleumdeten Autor und Journalisten
eröffnet.
Leben und Werk des sowjetischen Schriftstellers und Publizisten Ilja Ehrenburg (1891-1967)
Aus dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst kommt die Ausstellung jetzt nach Rostock. Nach geschichtlichen Perioden des 20. Jahrhunderts gegliedert, veranschaulicht sie in Bildern, Texten und Zitaten Ehrenburgs Rolle in seiner Zeit. Für den deutschen Betrachter besonders aufschlussreich sind ihre Materialien über Ehrenburgs Lebensjahre in Deutschland, seine Arbeit als Dokumentarist des faschistischen deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg und die Kampagne der Deutschen Soldaten-Zeitung und National-Zeitung gegen die Herausgabe seiner Memoiren in der Bundesrepublik Deutschland Anfang der 60er Jahre.
In Rostock dürfte die Ausstellung besonderes Interesse finden: Regelmäßig werden Forderungen erhoben, die Ilja-Ehrenburg-Straße in Rostock-Toitenwinkel umzubenennen. Auch dazu gibt es hier Informationen. Zum Begleitprogramm gehören Vorträge, Filme, Führungen mit Diskussion für Schüler, ein Gespräch mit Einwohnern von Toitenwinkel und ein Podium mit Rostocker Kommunalpolitikern am Juni 2009 um 20:00 Uhr zu der wir allen interessierten BürgerInnen herzlich einladen.
Die Ausstellung läuft vom 8. Mai bis zum 28. Juni im Peter Weiss Haus (ehemaliges HdF).
- Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag 14 bis 18 Uhr
- Donnerstag 14 bis 20 Uhr
- Samstag 10 bis 16 Uhr
- Eröffnung: 8. Mai, 19 Uhr.
- Kontakt: Initiative Ilja Ehrenburg, Tel. 0176-24894316, für Schulen: Soziale Bildung e.V., 0381-1273363
In Kooperation mit der Initiative Ilja Ehrenburg
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