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Rostock unter dem Hakenkreuz

Stadtrundgang
Der Stadtrundgang „Rostock unter'm Hakenkreuz“ führt die Schülerinnen und Schüler zu ausgewählten Gedenkorten und Mahnmalen, die im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus stehen. Wir möchten mit den Jugendlichen die (teils persönlichen) Geschichten hinter den Orten erkunden und historische Spuren in der Stadt Rostock sichtbar machen. Jeder Rundgang wird mit einem kurzen historischen Abriss der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Rostock beginnen und wichtige Punkte der Geschichte von Rostock im Nationalsozialismus aufzeigen. Anschliessend werden wir einzelne Orte besuchen.
Bis Mitte Dezember 2011 war der Rundgang kostenlos buchbar.
Die Auswahl der Orte und Länge des Rundganges wird mit den verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrern abgesprochen. Die Mindestdauer liegt bei 3 Stunden. Der Stadtrundgang ist für Klassenstufen geeignet, die den Nationalsozialismus bereits im Unterricht behandelt haben oder momentan behandeln.
Broschüre
Im Rahmen des Projektes wurde eine 70seitige Broschüre erstellt und in einer Auflage von 550 Exemplaren gedruckt, die nun hier auch zum Download zur Verfügung gestelllt wird.
Die Broschüre ist Bestandteil eines Projektes, welches Soziale Bildung e.V. (Sobi) im Jahr 2011 durchgeführt hat. Erinnerungsarbeit bzw. historisch-politische Bildung sind seit Gründung des Vereins eine wichtige Säule der Bildungsarbeit. Projekte, wie die jährliche Studienfahrt in die Gedenkstätte Auschwitz, die Ausstellung über die „Rote Kapelle“ oder das Heft „Gedenke - Vergesse nie!“ sind wichtige Stationen von Soziale Bildung e.V..
Mit dem Projekt „Rostock unter‘m Hakenkreuz“ hatten wir nun das erste Mal die Möglichkeit uns längerfristig mit dem Thema Nationalsozialismus in Rostock zu beschäftigen. Unsere Arbeiten und (Nach-)Forschungen können - dem sind wir uns bewusst - nur fragmentarisch sein. Hinter jedem Thema, das in diesem Heft behandelt wird, steht noch weit mehr. Auch konnten wir nur eine begrenzte Anzahl an Themen auswählen, denn oft führte uns die Beschäftigung in eine Sackgasse bzw. standen Hürden im Weg, die wir auf Grund unseres ehrenamtlichen Engagements, nicht überspringen konnten.
Geschichte und vor allem die Erinnerung an diese sind wichtige Elemente der Gestaltung der Gegenwart und Zukunft. Durch geschichtliches Wissen und Erinnerung können wir Ereignisse und Geschehnisse der heutigen Zeit einordnen und bewerten bzw. Visionen einer Zukunft entwerfen.
Das Zusammenspiel von kritischer Betrachtung der Gegenwart und dem Lernen aus der Vergangenheit, soll uns die Fähigkeit geben für eine menschengerechte Zukunft zu kämpfen. Doch hat auch das „Lernen aus der Geschichte“ Grenzen. Die Art und Weise der Erinnerung - zumal die Erinnerung an den Holocaust und die Schrecken des Nationalsozialismus - ist und war in Deutschland immer auch politisch beeinflusst. Bildungsarbeit muss diesen Fakt immer auch mitdenken und in den Lernprozess integrieren.
Im zweiten Teil der Broschüre stellen wir einige Erinnerungsorte vor und bieten euch einen möglichen Rundgang zu diesen an. Einige der Orte (z. Bsp. der alte jüdische Friedhof und der KZ-Kubus im Rosengarten) sind wahrscheinlich bekannt und viele Rostocker_innen nehmen sie als Gedenk- bzw. Erinnerungsstätten wahr. Doch gibt es auch viele Gedenkstätten (Gedenktafeln), die oftmals versteckt, manchmal schon durch das Wetter in Mitleidenschaft gezogen sind oder nur wenig über die Menschen erzählen, denen die Tafel gewidmet ist. Wir wollen mit dieser Broschüre die Erinnerung an diese Menschen und alle Opfer des Nationalsozialismus lebendig halten. Viel Spaß beim Lesen wünscht euch die Projektgruppe „Rostock unter‘m Hakenkreuz“.
Das Projekt "Rostock unter'm Hakenkreuz" wird im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Kommission durch die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur und durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.
Die Stadtrundgänge erfolgen in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Der Druck der Broschüre wurde durch den Landesverband der Verfolgten des Naziregimes - Bund deutscher AntifaschistInnen (VVN-BdA) finanziert.
Anfragen und Buchung:
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