Soziale Bildung e.V.
Appell gegen Neonazis: Was jetzt zu tun ist
An dieser Stelle möchten wir den am 21.11.2011 veröffentlichten "Appell gegen Neonazis: Was jetzt zu tun ist" der Mobilen Beratungsteams und Beratungsprojekte für Opfer rechter Gewalt dokumentieren, den wir als Verein und Träger der politischen Bildung ebenfalls unterstützen. Zusammen fordern wir eine Umkehr in der Politik staatlicher Behörden gegen Rechtsradikalismus.
Mobile Beratungsteams und Opferberatungsprojekte beraten und begleiten Opfer rechter Gewalt, Kommunen und Zivilgesellschaft. Auch wenn wir seit Jahren vor der Gewalt von Neonazis und rassistischen Gelegenheitstätern warnen, sind wir geschockt von dem Ausmaß an Ignoranz und Verharmlosung staatlicher Stellen angesichts der rassistischen Mordserie. Wir verlangen jetzt eine Zäsur im Umgang mit der extremen Rechten.
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Unsere Angebote im Bereich der außerschulischen Jugendbildung

Interessiert an Projekttagen, die Soziale Bildung e.V. (SoBi) in Schulen und Jugendeinrichtungen durchführt?
Hinter den Links finden Sie bzw. findet ihr die wichtigsten Informationen rund um unsere Projekttage - welche Inhalte sie haben, wie sie durchgeführt und wie die Projekttage angefragt / gebucht werden können.
Wir können voraussichtlich wieder ab Mitte März 2012 diese Jugendbildungangebote wieder kostenlos durchführen.
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Soziale Bildung e.V. hat seinen Sitz und Wirkungsschwerpunkt in Rostock und ist Träger mehrerer Projekte im Bereich der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Interkulturelle Bildung, Globalisierung, Gentechnik, Erinnerungspolitik, Rechtsextremismus.
Aktuelle Bildungsprojekte sind:
Die außerschulischen Jugendbildungsprojekte führen wir landesweit durch. Unter dem Titel "Demokratiestärkende Bildungsarbeit im ländlichen Raum" lief von 2007 bis Juli 2010 ein Modellprojekt des Trägers in den Landkreisen Demmin, Doberan, Güstrow und Nordvorpommern, das durch das Bundesprogramm "Vielfalt tut gut" gefördert wurde. Im Herbst 2008 wurde Soziale Bildung e.V. Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in den Rostocker Stadtteilen Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV), Stadtmitte und Brinkmannsdorf.
Außerdem werden durch SoBi Studienfahrten, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen, Filmabende und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen organisiert und das alternative Stadtmagazin "Fußnote" herausgegeben. Der Verein hat u. a. das Ziel Selbstorganisationsansätze zu unterstützen und begreift sich selbst als Ermöglichungsstruktur mit Beteiligungscharakter.
Seit Anfang 2009 führen wir viele unserer Veranstaltungen im Peter-Weiss-Haus (ehemaliges HDF) durch, in dem sich auch unser Büro befindet.
Wir freuen uns über Feedback und wünschen euch viel Spaß mit der Webseite! 
Euer SoBi Team |
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Zur Hebung der Gesundheit und der Wehrkraft“ - Fußball in Rostock im Nationalsozialismus
- am 09.02.2012 um 20:00 Uhr, ab 19:00 Uhr Vokü
- im Peter-Weiss Haus, Rostock
In Deutschland begeisterte der Fußballsport seit dem Ende des 1. Weltkriegs die Massen. Die nationalsozialistische Führung förderte nach der Machtübernahme 1933 die Ausübung des populären Spiels nicht nur zur körperlichen Ertüchtigung. Für den Erfolg im sportlichen Wettkampf verlangte man die unbedingte Ein- und Unterordnung in Mannschaft und Verein und legte damit Tugenden an, die später auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs gefordert waren.
Die angestrebte „Neuordnung des deutschen Sports“ im nationalsozialistischen Sinne zielte auf einen staatlich kontrollierten Sportbetrieb, der bisher hauptsächlich auf der Basis von Vereinen organisiert war. Auch in Rostock sollte sich die Vereinslandschaft im Laufe der folgenden Jahre vollkommen verändern. Zunächst verbot man die Arbeitersportvereine und schloß jüdische SportlerInnen aus. Militär- und Firmensportvereine wie der “Heinkel-Sport-Club” wuchsen zu einer starken Konkurrenz für die damaligen Traditionsclubs heran, die nun in “Großgemeinschaften” zusammengeschlossen wurden.
Die Rostocker Mannschaften spielten in verschiedenen Klassen bis auf mecklenburgischer Bezirksebene. Vierstellige ZuschauerInnenzahlen wurden vor allem bei Gastspielen höherklassiger Gegner erreicht. Aber auch die traditionellen Rostocker Derbys und die Spiele gegen Schweriner Mannschaften fanden größeres Interesse. Dabei kam es auch zu Beschimpfungen und körperlichen Auseinandersetzungen auf dem Spielfeld und auf den Rängen, was damals als “Vereinsfanatismus” kritisiert und verurteilt wurde.
Der Zweite Weltkrieg erschwerte zwar zunehmend den Sportbetrieb, der jedoch zur “Stärkung der Heimatfront” bis Kriegsende weiter organisiert wurde. Man schätzte Fußballspiele als Mittel zur Aufrechterhaltung der Moral durch Ablenkung vom Alltag der Rostocker Bevölkerung, vor allem nachdem diese den Krieg durch die alliierten Luftangriffe unmittelbar erlebte. So wurde der Ligabetrieb in der Stadt bis in den Sommer 1944 aufrecht erhalten.
Der Vortrag soll einen Einblick in die Entwicklung des organisierten Fußballsports in Rostock zwischen 1933 und 1945 ermöglichen. Dabei stehen die damals Beteiligten im Blickpunkt: Vereine, Aktive, Funktionäre und ZuschauerInnen. Ihr Handeln aufgrund der jeweiligen Interessen innerhalb der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bietet eine Vorstellung davon, wie die “Volksgemeinschaft” in Rostock funktionierte.

Foto: Beim Spiel der Alten Herren des Rostocker Sportclubs v. 1895 gegen den Fliegerhorst Warnemünde am 4. Juni 1935 (Archiv Rostocker FC v. 1895)
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