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Menschen können viel erreichen, jedoch fast nichts allein. Alle
Leistungen, die die Menschen vollbracht haben, waren nur möglich, weil
sich Menschen zusammen getan haben, weil sie kooperierten. Nur durch
Kooperation mit anderen konnte und kann der Mensch überleben. Neben
dieser existenziellen Kooperation fühlt sich der Mensch in der
Gemeinschaft wohl, er ist ein soziales Wesen. Nur in der Begegnung kann
er sich voll entfalten, seine Ideen, seine Kraft und seine Liebe mit
anderen teilen und an sich selbst geniessen.
Die Bedingungen
dieser Kooperationen werden aktuell jedoch immer weniger von den
Menschen selbst bestimmt, stattdessen folgen wir der Logik des Systems
mit seinen Zwängen und Bedingungen, die immer weniger Freiraum lassen
für das, was das Leben ausmacht. Die Natur um, in und zwischen uns wird
einem System geopfert, das kein Mitgefühl kennt und nur dem Profit treu
ist. Wenn wir soziale, kreative und fühlende Menschen sein wollen,
müssen wir uns um uns selbst und unsere Welt kümmern und uns
entscheiden wie wir leben wollen. Wenn wir die Welt noch etwas bewahren
wollen vor der eigenen Vernichtung und in Verhältnissen leben wollen,
die uns selbst gerecht werden, müssen wir die Regeln des Zusammenlebens
überdenken und uns fragen, wie wir dieses Ziel erreichen.
Das
Konzept der Freien Kooperation zeigt auf, wie die Kooperation der
Menschen zu Gunsten der Menschen organisiert werden könnte, wenn wir
das möchten. Es schlägt Grundlagen des Handelns vor, die ein
gemeinsames menschliches Leben in Freiheit und Gleichheit ermöglichen
könnten. Freie Kooperation ist ein Prozeß, der nicht einfach
hergestellt werden kann, sondern im Handeln selbst besteht. Dieser
Prozeß benötigt die Kreativität und das Engagement vieler Menschen in
ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt, und den Mut an Ideale, Träume und
die Möglichkeit, daß Veränderungen möglich sind, zu glauben.
Wenn wir was ändern wollen, können wir jetzt und hier damit anfangen. Jeder Einzelne von uns und am besten noch zusammen. |