Bildungsprojekte im Modellprojekt

Kurzübersicht der im Modellprojekt angebotenen Bildungsmodule

 

Im Laufe des Modellprojektes werden eine Vielzahl an die jeweilige Gegegebenheiten und den Bedürfnissen vor Ort angepasste Bildungsprojekte entwickelt.

 

Aktuelle Kurse an den MP-Schulen (Start September 2009)

  • AG "Do it yourself" am Gymnasium Malchin
  • Ganztagskurs "Neuland" an der Regionalen Schule am See Satow
  • Bildungsprojekte an der Regionalen Schule Gnoien
  • Begleitung und Beratung einer Aktionsgruppe an der Kooperativen Gesamtschule Stavenhagen

 

Weitere Bildungsangebote:

 

Projekttag Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern

 

Der Fokus dieses Schulprojekttages liegt auf der Auseinandersetzung mit der konkreten Situation vor Ort, mit den lokal anzutreffenden Aktivitäten rechter Strukturen und deren Verknüpfung mit der Lebenswelt von Jugendlichen und ist eine Weiterentwicklung des allgemeinen Sobi-Schulprojekts. Er bietet einen Einblick in die festen und losen Organisationsstrukturen von Rechtsextremisten, gibt Auskunft zu den Ideologemen des Rechtsextremismus und deren Verknüpfung, thematisiert den Dresscode und die Musik rechtsextremistischer Subkulturen. Besonderes Augenmerk legt die Konzeption des Kurses auf die Anschlussfähigkeit der Organisationsstrukturen, Ideologeme, Musik und Dresscodes an nicht rechtsextremistische, aber doch von Vereinnahmung gefährdete Jugendliche. Abgerundet wird der Projekttag durch das Aufzeigen der Notwendigkeit und der Möglichkeiten zivilcouragierten Handelns.

Der Projekttag ist für alle Schultypen offen und wendet sich an Schüler/-innen ab der 8. Klassenstufe. Die Dauer des modular aufgebauten Bildungsprojektes erstreckt sich über sechs Unterrichtsstunden und wird durch zwei ausgebildete Teamende selbständig durchgeführt.

 

Fortbildungen für pädagogische Lehrkräfte

Während der Arbeit an Schulen ist uns einerseits ein enormes Wissensdefizit zum Thema rechter Organisationsstrukturen, Musik und Symbolik auch bei vielen Lehrenden aufgefallen, gleichzeitig schilderten uns viele auch eine Überforderung im Umgang mit rechtsextremistisch orientierten Jugendlichen. Mit den konzipierten pädagogischen Fortbildungen kann diesen Defiziten entgegengearbeitet werden. Die Fortbildungen wurden als vier- bis sechsstündige Seminare mit Referats- und Diskussionsbestandteilen für LehrerInnen und pädagogische Angestellte in der Jugendarbeit erarbeitet und werden durch zwei speziell ausgebildete ReferentInnen durchgeführt. Mit dieser Fortbildung verfolgen wir auch das Ziel den Lehrenden das argumentative und pädagogische Werkzeug an die Hand geben, um zum einen präventiv, aber auch um nachhaltig an den Schulen Demokratiestärkende Bildungsarbeit im ländlichen Raum tätig zu werden.

 

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Seminare und Projektkurse

Seminare und Projektkurse bilden eine Plattform für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus in verschiedenen Kleingruppen. Ein Grundanliegen dieser Bildungsmodule ist es unter Interessierten einen intensiven Prozess der Auseinandersetzung mit den Phänomen Rechtsextremismus und Rassismus in Gang zu bringen und einen diesbezüglichen Diskussionsprozess im alltäglichen Rahmen zu befördern. Das in diesen Kursen erlangte Wissen zu Rassismus und Rechtsextremismus trägt zur Stärkung der Argumentationsmöglichkeiten unter den TN bei. Die Durchführungsorte sind neben Schulen auch Jugendklubs, Begegnungszentren und Vereinsräumlichkeiten.

 

Beratung

Soziale Bildung möchte jedem Interessierten das nötige Handwerkszeug im Umgang mit rechten bzw. rassistischen Meinungen, rechten Aktionsfeldern und Strukturen an die Hand geben. Dazu bietet der Verein weiteren Raum zur Beratung aller „interessierten Gruppen“ (Ämter, Verwaltungen, Vereine, etc.) an. Eine wichtige Zielgruppe sind hierbei Eltern, die zu dieser Thematik einen entsprechenden Beratungsbedarf haben. Die Beratung impliziert eine detaillierte Informationsvermittlung zu den Themenfeldern; Neue und Alte Rechte, Rassismus, Ideologie, Strategien, Codes, Symbolik und Musik.

Ein weiter Schwerpunkt ist das „Argumentationstraining gegen Rechtsextremismus“. Das Training beinhaltet die intensive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und den Funktionen von Diskriminierung, der Widerlegung rechter Parolen sowie der Dekonstruktion rechter Argumentationsketten. Weiterhin steht der Verein als Kontaktstelle bei anstehenden Frage zur Verfügung und bietet weiterführende Informationen und Literatur an.

 

Interkulturelles Training

Interkulturelle Bildung und antirassistische Erziehung sind in einer zusammenwachsenden Welt von immer größerer Bedeutung. Menschen aus allen Teilen der Erde leben hier mit den verschiedensten Migrationshintergründen. Der Alltag dieser Menschen ist häufig von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus geprägt. Interkulturelle Bildung und antirassistische Erziehung können helfen Diskriminierungen und Rassismus zu thematisieren, um ein menschenwürdiges Zusammenleben aller Menschen zu ermöglichen. Das von Soziale Bildung entwickelte interkulturelle Training ist dreistufig aufgebaut und umfasst ein Einführungsseminar, einen Aufbaukurs zu Theorie und Praxis der antirassistischen Erziehung sowie thematische Seminare zu den Themenfeldern:

  • Vorurteilen & Diskriminierung
  • Identität & Kultur
  • Medien & Rassismus
  • Migration & Flucht
  • Macht, Herrschaft & Gewalt.
 

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