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Kurzübersicht der im Modellprojekt angebotenen
Bildungsmodule
Im Laufe des Modellprojektes werden eine Vielzahl an die jeweilige Gegegebenheiten und den Bedürfnissen vor Ort angepasste Bildungsprojekte entwickelt. Derzeit bieten wir im Rahmen des MP folgende Projekte an:
Projekttag Rechtsextremismus in
Mecklenburg-Vorpommern
Der Fokus dieses Schulprojekttages liegt auf der Auseinandersetzung
mit der konkreten Situation vor Ort, mit den lokal anzutreffenden Aktivitäten
rechter Strukturen und deren Verknüpfung mit der Lebenswelt von Jugendlichen und ist eine Weiterentwicklung des allgemeinen Sobi-Schulprojekts. Er bietet einen Einblick in die festen und losen
Organisationsstrukturen von Rechtsextremisten, gibt Auskunft zu den Ideologemen
des Rechtsextremismus und deren Verknüpfung, thematisiert den Dresscode und die
Musik rechtsextremistischer Subkulturen. Besonderes Augenmerk legt die
Konzeption des Kurses auf die Anschlussfähigkeit der Organisationsstrukturen, Ideologeme, Musik
und Dresscodes an nicht rechtsextremistische, aber doch von Vereinnahmung
gefährdete Jugendliche. Abgerundet wird der Projekttag durch das Aufzeigen der
Notwendigkeit und der Möglichkeiten zivilcouragierten Handelns.
Der Projekttag ist für alle Schultypen offen und wendet sich
an Schüler/-innen ab der 8. Klassenstufe. Die Dauer des modular aufgebauten Bildungsprojektes
erstreckt sich über sechs Unterrichtsstunden und wird durch zwei ausgebildete Teamende
selbständig durchgeführt.
Fortbildungen für pädagogische Lehrkräfte
Während der Arbeit an Schulen ist uns einerseits ein enormes
Wissensdefizit zum Thema rechter Organisationsstrukturen, Musik und Symbolik
auch bei vielen Lehrenden aufgefallen, gleichzeitig schilderten uns viele auch
eine Überforderung im Umgang mit rechtsextremistisch orientierten Jugendlichen.
Mit den konzipierten pädagogischen Fortbildungen kann diesen Defiziten
entgegengearbeitet werden. Die Fortbildungen wurden als vier- bis sechsstündige
Seminare mit Referats- und Diskussionsbestandteilen für LehrerInnen und
pädagogische Angestellte in der Jugendarbeit erarbeitet und werden durch zwei
speziell ausgebildete ReferentInnen durchgeführt. Mit dieser Fortbildung
verfolgen wir auch das Ziel den Lehrenden das argumentative und pädagogische
Werkzeug an die Hand geben, um zum einen präventiv, aber auch um nachhaltig an
den Schulen Demokratiestärkende Bildungsarbeit im ländlichen Raum tätig zu
werden.

Seminare und Projektkurse
Seminare und Projektkurse bilden eine Plattform für eine
intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus in verschiedenen
Kleingruppen. Ein Grundanliegen dieser Bildungsmodule ist es unter
Interessierten einen intensiven Prozess der Auseinandersetzung mit den Phänomen
Rechtsextremismus und Rassismus in Gang zu bringen und einen diesbezüglichen
Diskussionsprozess im alltäglichen Rahmen zu befördern. Das in diesen Kursen
erlangte Wissen zu Rassismus und Rechtsextremismus trägt zur Stärkung der
Argumentationsmöglichkeiten unter den TN bei. Die Durchführungsorte sind neben
Schulen auch Jugendklubs, Begegnungszentren und Vereinsräumlichkeiten.
Beratung
Soziale Bildung möchte jedem Interessierten das nötige
Handwerkszeug im Umgang mit rechten bzw. rassistischen Meinungen, rechten
Aktionsfeldern und Strukturen an die Hand geben. Dazu bietet der Verein
weiteren Raum zur Beratung aller „interessierten Gruppen“ (Ämter, Verwaltungen,
Vereine, etc.) an. Eine wichtige Zielgruppe sind hierbei Eltern, die zu dieser
Thematik einen entsprechenden Beratungsbedarf haben. Die Beratung impliziert
eine detaillierte Informationsvermittlung zu den Themenfeldern; Neue und Alte
Rechte, Rassismus, Ideologie, Strategien, Codes, Symbolik und Musik.
Ein weiter Schwerpunkt ist das „Argumentationstraining gegen
Rechtsextremismus“. Das Training beinhaltet die intensive Auseinandersetzung
mit Vorurteilen und den Funktionen von Diskriminierung, der Widerlegung rechter
Parolen sowie der Dekonstruktion rechter Argumentationsketten. Weiterhin steht
der Verein als Kontaktstelle bei anstehenden Frage zur Verfügung und bietet
weiterführende Informationen und Literatur an.
Interkulturelles Training
Interkulturelle Bildung und antirassistische Erziehung sind
in einer zusammenwachsenden Welt von immer größerer Bedeutung. Menschen aus
allen Teilen der Erde leben hier mit den verschiedensten
Migrationshintergründen. Der Alltag dieser Menschen ist häufig von Vorurteilen,
Diskriminierung und Rassismus geprägt. Interkulturelle Bildung und
antirassistische Erziehung können helfen Diskriminierungen und Rassismus zu
thematisieren, um ein menschenwürdiges Zusammenleben aller Menschen zu
ermöglichen. Das von Soziale Bildung entwickelte interkulturelle Training ist
dreistufig aufgebaut und umfasst ein Einführungsseminar, einen Aufbaukurs zu
Theorie und Praxis der antirassistischen Erziehung sowie thematische Seminare
zu den Themenfeldern:
- Vorurteilen & Diskriminierung
- Identität & Kultur
- Medien & Rassismus
- Migration & Flucht
- Macht, Herrschaft & Gewalt.
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