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Der Schulprojekttag “Rechtsextremismus und Rassismus in Mecklenburg-Vorpommern”
Rechtsextreme Einstellungen finden in der Bevölkerung und insbesondere unter Jugendlichen eine immer stärkere Verbreitung und bedrohen zunehmend die demokratische Verfasstheit unserer Gesellschaft. Menschen, die anders aussehen oder anders denken, werden regelmäßig zu Opfern rechter Gewalt. Das mit Bildungsinhalten für Jugendliche und junge Erwachsene auf neofaschistische Tendenzen reagiert werden muss, zeigt u.a. dass in vielen Studien attestierte rechtsextreme Einstellungspotential bei SchülerInnen.
Demzufolge sind Projekte zum Thema Rechtsextremismus ein Schwerpunkt unserer Arbeit geworden. Durch Soziale Bildung e.V. wurden verschiedene Bildungskonzepte erarbeitet, die sich an Jugendliche, junge Erwachsene, LehrerInnen und interessierte Menschen richten.

In M-V weden verschiedene Angebote der "ausserschulischen
Bildung in Schulen" durchgeführt, welche in Form von Projekttagen
stattfinden und auch das Thema Rechtsextremismus thematisieren.
Im Unterschied zu diesen wurde der Projekttag unter Berücksichtigung
der lokal anzutreffenden Strukturen und Aktivitäten konzipiert und
bietet einen umfassenden Einblick in die festen und losen
Organisationsstrukturen von Rechtsextremisten, gibt Auskunft zu den
Ideologemen des Rechtsextremismus und deren Verknüpfung, thematisiert
Dresscodes und Musik rechtsextremistisch geprägter Subkulturen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Anschlussfähigkeit von
Organisationsstrukturen und Argumentationsmustern an nicht
rechtsextremistische, aber doch von Vereinnahmung gefährdete
Jugendliche, die sich mit der Ausdifferenzierung und teilweisen
Umorientierung der rechtsextremistischen Szene in den letzten Jahren
dramatisch erhöht hat.
Dazu ist es notwendig pädagogische Reflektionen auf der Ebene der
oft unbewussten Einstellungen und Werthaltungen zu initiieren. Dies
kann nicht in Form von frontaler Methodik und Didaktik geschehen.
Reformpädagogische Ansätze stellen hier geeignete Herangehensweisen da,
die wiederum auf die Spezifik der Thematik angepasst werden.
Der Projekttag zielt auf die Bewusstmachung rechtsextremistischer
Ideologeme und deren Verbreitung und zeigt den TeilnehmerInnen, wie
Rechtsextreme diese latenten Potentiale als Ansatzpunkte für sich
nutzbar machen. Gleichzeitig werden Jugendlichen Reflektionsebenen für
Einstellungen, Ressentiments, Stereotype deutlich gemacht. Diese
Bildungsarbeit soll sowohl aufklärend, sensibilisierend und
immunisierend in Bezug auf rechtsextremistische Tendenzen wirken. Durch
interaktionsorientierte Methoden sollen Perspektivenverschiebung,
-übernahmen und die individuelle Ambiguitätstoleranz gefördert werden.
Vom 03. bis zum 05. September führen wir eine weitere Schulung zum Projekttag durch:

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