Organizing gilt als neues Schlagwort bzw. Methode für gewerkschaftliche und soziale Kämpfe, dem mensch mit Euphorie aber auch Skepsis begegnen kann. Es bezeichnet eine in den US-Gewerkschaften entwickelte Strategie zur Mitgliedergewinnung und -aktivierung sowie zur Durchsetzung besserer Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten.
Der Organizing Ansatz – das Organisieren für die eigenen Interessen – setzt auf ‘Erkennen’ und ‘Verändern’ und will so politisches Engagement explizit fördern. Es geht primär darum, Selbstermächtigung und Handlungsfähigkeit für die eigenen sozialen und politischen Interessen zu initiieren.
Die innerhalb gewerkschaftlicher Kämpfe professionalisierten Organizer/innen (in Arbeitskämpfen bei Otto, Haldensleben, Sachsen-Anhalt im Oktober letzten Jahres) werden den Workshop durchführen, uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und zu diskutierende Problemfelder aufzeigen.
Im Workshop wird es darum gehen, die Ansätze und das Konzept des Organizing kennen zu lernen, sich die konzeptuellen Merkmale zu erarbeiten und zu überlegen, inwiefern Organizing für die eigene politische Arbeit relevant sein kann.
Der Workshop zielt jedoch nicht nur auf eine Fortbildung in diesem Rahmen, sondern ebenso auf die eigene Handlungsfähigkeit bei der Umsetzung von Kampagnen und Aktionen. Welche Organizing-Elemente können wir für politische und soziale Kampagnen vor Ort nutzen, welche Anknüpfungspunkte gibt es an soziale und politische Kämpfe in unserer Region? Dies sind Fragen die den Workshop begleiten sollen und darüber hinaus unserer politische Arbeit konkretisieren können. Die Entwicklung und Umsetzung einer an lokalen sozialen und politischen Kämpfen ansetzenden Kampagne oder eines Aktionsfeldes wäre ein notwendiges und längst überfälliges Projekt, dass es in Rostock endlich zu bearbeiten gilt.
Die Veranstaltung wird gefördert durch die DGB - Jugend Nord.
Frieda 23 - die Kunst- und Medienschule in Rostock.
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