Lesung und Diskussion mit der Journalistin und Buchautorin Andrea Röpke
Auch wenn sich unter den 20 Listenkandidaten der NPD zur Landtagswahl 2011 keine einzige Frau findet; "Deutsche Mädels" gewinnen in der organisierten Neonaziszene immer mehr an Bedeutung. Sie engagieren sich in den Kommunen, in Elternvertretungen, in Krabbelgruppen oder in anderen pädagogischen Bereichen und sind für die Erziehung des Nachwuchses verantwortlich. Zunehmend treten sie aber auch verstärkt in anderen Bereichen. So organisieren sie interne Kulturveranstaltungen wie Sonnenwenden, Kinderfeste oder Erntedankfeiern mit.
Im Rahmen der Kampagne “Wake up, Stand up! - Keine Stimme den Neonazis" wird es mehrere Vorträge zum Thema “Frauen in der Naziszene” mit der Journalistin Andrea Röpke geben - so auch im Peter-Weiss Haus. Dabei wird speziell auf die Situation in MV näher eingegangen und die Bedeutung von Kameradinnen im Kontext der Aktivitäten der Neonazis im MV analysiert.
Der Vortrag stützt sich auf die Recherchearbeit von Andrea Röpke und Andreas Speit, die in dem 2011 erscheinenen Buch „Mädelsache” zusammengetragen und ausgewertet wurde.

P.S. Da gerade Landtagswahlkampf ist und Neonazis derzeit v.a. durch Übergriffe auf sich aufmerksam machen, an dieser Stelle nochmal ein Hinweis:
"Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten oder früher getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen."
Dies gilt übrigens für alle Veranstaltungen im Peter-Weiss-Haus.