Aus unterschiedlichsten Richtungen formiert sich Kritik am
"Finanzkapitalismus" und seinen Akteuren. Die Stoßrichtung der Kritik
ist dabei sehr unterschiedlich: Prangern die einen hauptsächlich zu hohe
Managergehälter und die "Gier" einzelner Banker an, sehen die anderen in
der Krise der Finanzmärkte eine grundsätzliche Krise des
kapitalistischen Wirtschaftssystems. Mehr denn je entsteht in dieser
Situation die Notwendigkeit, aktiv zu werden. Doch es ist gar nicht
einfach, den richtigen Ansatzpunkt für Kritik und Protest zu finden.
Till Kühnhausen, Diplom-Volkswirt, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Köln. ...